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Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige Österreich

Die schlechteste BUFT-Beratung ist, das Thema gar nicht anzusprechen. Wer selbstständig ist und mit der eigenen Arbeitskraft den Umsatz erzeugt, sollte zumindest wissen, was bei einem längeren Ausfall finanziell passiert.

Was passiert, wenn du morgen nicht arbeiten kannst?

Private Fixkosten laufen weiter. Gleichzeitig können Miete, Leasing, Mitarbeiter oder andere betriebliche Verpflichtungen bestehen. Genau deshalb sollte die Absicherung der Arbeitskraft vor kleineren Komfortthemen geprüft werden.

Nicht nur Unfall oder körperliche Erkrankung

Berufsunfähigkeit kann viele Ursachen haben. Psychische Erkrankungen wie Burnout können ebenso relevant sein wie körperliche Einschränkungen. Entscheidend ist nicht die Schlagzeile, sondern die konkrete vertragliche Leistungsdefinition.

Gesetzliche Absicherung konkret prüfen

Selbstständige sind nicht automatisch ohne gesetzliche Leistungen. Die Voraussetzungen unterscheiden sich aber deutlich nach Leistungsart und persönlicher Situation. Für eine Erwerbsunfähigkeitspension nennt die SVS unter anderem Mindestversicherungszeiten, die fehlende Möglichkeit einer Rehabilitation und eine voraussichtlich mindestens sechs Monate dauernde Erwerbsunfähigkeit.

Daneben gibt es für bestimmte Gewerbetreibende und Neue Selbständige eine Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit. Laut SVS setzt sie eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit von mehr als 42 Tagen voraus, wird dann rückwirkend ab dem 4. Tag gewährt und ist auf maximal 20 Wochen begrenzt. Der veröffentlichte Wert beträgt 2026 40,04 Euro pro Tag. Ob diese oder andere gesetzliche Leistungen im Einzelfall tatsächlich zustehen, muss individuell geprüft werden.

Diese Fragen gehören in die Beratung

Wie hoch sind private monatliche Fixkosten?
Welche betrieblichen Fixkosten laufen ohne dich weiter?
Wie lange reichen Rücklagen?
Welche gesetzliche Leistung wäre realistisch?
Welche monatliche private Rente wäre notwendig und leistbar?

Warum Bedingungen wichtiger als der Produktname sind

Berufsunfähigkeit, Arbeitsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit sind unterschiedliche Begriffe. Karenzzeit, Leistungsdauer und Definitionen müssen zum Berufsbild passen. Die GRAWE nennt bei ihrer aktuellen Berufsunfähigkeits-/Erwerbsunfähigkeitsinformation beispielsweise eine Karenzzeit von sechs Monaten.

Was passiert bei 6, 12 oder 24 Monaten Ausfall?

Diese Rechnung ersetzt keine Leistungsprüfung. Sie macht aber sichtbar, wie groß eine mögliche Liquiditätslücke werden kann, wenn private und betriebliche Fixkosten weiterlaufen.

BUFT-Einkommensausfall-Rechner

Monatliche Kosten und weiterlaufende Einnahmen eingeben. Die Rechnung läuft ausschließlich in Ihrem Browser.

z. B. Wohnen, Haushalt, Familie, Kredit, Mobilität
z. B. Miete, Leasing, Software, Personalanteile
Nur Beträge eintragen, die auch während des Ausfalls realistisch weiterlaufen.
z. B. bereits vorhandene private Leistung; gesetzliche Ansprüche nur eintragen, wenn sie realistisch geprüft sind.

Ihre Modellrechnung

Laufende Kosten
Monatliche Lücke
Liquiditätsbedarf im Zeitraum

Ergebnis persönlich einordnen

Datenschutz: Die eingegebenen Beträge werden nicht an den Server oder das Website-Tracking übertragen. Erfasst wird nur, dass der Rechner verwendet wurde und welcher Zeitraum gewählt wurde.

Die richtige Rente ist nicht automatisch das heutige Nettoeinkommen

Es muss geprüft werden, welche Kosten wirklich weiterlaufen, welche gesetzlichen Leistungen zu erwarten sind, ob der Betrieb ohne den Inhaber Einnahmen erzielt und wie viel private Rente überhaupt versicherbar und leistbar ist. Daraus entsteht eine Zielgröße.

Gesundheitsprüfung frühzeitig angehen

Arbeitskraftabsicherung ist stark von Gesundheitszustand und beruflicher Tätigkeit abhängig. Wer wartet, bis erste längerfristige Beschwerden oder psychische Diagnosen bestehen, kann mit Zuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnung konfrontiert werden. Eine frühzeitige Prüfung schafft zumindest Klarheit.

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Keine Gesundheits-, Finanz- oder Schadendetails in dieses Kurzformular schreiben. Diese klären wir erst persönlich. Datenschutz.

Häufige Fragen

Ist Burnout grundsätzlich ein BUFT-Thema?

Psychische Erkrankungen können grundsätzlich eine Ursache für längere Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit sein. Ob ein konkreter Leistungsfall vorliegt, entscheidet die vertragliche Definition und medizinische Situation.

Wie hoch sollte die Rente sein?

Ausgangspunkt sind private und gegebenenfalls betriebliche Fixkosten, vorhandene gesetzliche Ansprüche, Rücklagen und Leistbarkeit.

Ist Berufsunfähigkeit dasselbe wie Erwerbsunfähigkeit?

Nein. Die Begriffe unterscheiden sich in den Leistungsvoraussetzungen und müssen im konkreten Vertrag verstanden werden.

Wann sollte man das Thema prüfen?

Bevor eine Erkrankung oder Einschränkung die Versicherbarkeit erschwert. Gesundheitsprüfung und Annahme sind immer individuell.

Quellen & fachliche Grundlage

SVS: Erwerbsunfähigkeitspension für Gewerbetreibende und Neue Selbständige – Voraussetzungen und gesetzliche Einordnung.

SVS: Unterstützungsleistung bei lang andauernder Krankheit – Anspruchsdauer und veröffentlichter Wert 2026.

FMA Österreich: Berufsunfähigkeitsversicherung – allgemeine Einordnung des finanziellen Risikoschutzes.

GRAWE: Erwerbs-, Arbeits- und Berufsunfähigkeitsversicherung – aktuelle Produkt- und Begriffsinformation.